Manchmal ist es erforderlich und hilfreich, die agilen Prinzipien und Scrum Werte erneut in das Bewusstsein des Scrum Teams zu rücken. Justin Hennessey hat dazu kürzlich einen Beitrag verfasst. Darin schreibt er, dass es wichtig ist, sich dann und wann auf die agilen Werte zu besinnen. Ob nun ein „Reset“ bei einem Team, welches schon länger zusammenarbeitet oder bei einem jungen Team, dass die agilen Werte noch nicht verinnerlicht hat. Es kann verschiedene Gründe geben, um über die agilen Werte und Prinzipien zu sprechen. Die Besinnung, bspw. in einer Retrospektive, unterstützt ein Scrum Team dabei wertbasiert zu agieren. Die Retrospektive zeigt allen auf, welche Werte in welcher Ausprägung gelebt werden. Die Grundidee dieser Retrospektive entstammt von John Miller und kann immer wieder in Abständen angewandt werden.
Im Folgenden möchte ich eine Retrospektive von ca. 60 Minuten vorstellen, wie ich sie mit einem Team von 8 Personen durchgeführt habe. Für die Durchführung von Retrospektiven verwende ich das Schema von Esther Derby und Diana Larsen. Dieses teilt das Event in fünf Phasen ein.

Sehenswertes Video indem Scrum anschaulich vorgestellt wird.
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Ich mag Übersichtlichkeit. Aber noch lieber sehe ich zu, wie Dinge voran kommen und fertig werden. Ich mag “Fertig-Häkchen” und das Gefühl wirklich Sachen zu machen, zu erledigen oder zu gestalten, wie zum Beispiel Coaching, Konzepte, Lösungen finden, Pläne machen oder Ideen generieren. Einfach nur einen Überblick darüber zu haben “Was sollte ich noch machen?” frustriert mich. Ich möchte Dinge nicht sehen bevor ich Zeit habe sie zu tun und trotzdem möchte ich das Gefühl haben sie nicht zu vergessen.
Der Sinn eines Überblicks ist ein Blitzlicht zu machen, auf einen Augenblick der Realität. Aber ich möchte solch ein Blitzlicht auf die Realität nicht jeden Tag und schon gar nicht wenn noch weitere Menschen, Gruppen oder Teams involviert sind. Ich denke das ist weggeworfene Zeit ohne Zufriedenheit zu erzeugen (sprich “waste”). Das passiert in manchen Team Stand-ups. Eine Menge Leute stehen herum, sprechen, hören zu und sind gelangweilt. Das Ergebnis ist genau das, was sie nicht wollten: Es macht unglücklich und frustriert, jeden Tag dieselben Dinge dort hängen zu sehen, die eigentlich umgesetzt werden sollten.
Die Idee von Kanban und agilen Teams ist es herauszufinden, wie wir etwas machen (mit „wir“ sind die Teams gemeint, die ich coache). Die Idee ist die Zufriedenheit zu verbessern und den effizienten und glücklich machenden “flow”, die Dinge fließen zu lassen, zu entwickeln. Die Idee ist herauszufinden, welcher der richtige Weg für uns ist, Ziele zu erreichen. Wir möchten Dinge fertigstellen. Wir möchten planen, Konzepte machen und mit großen Aufgaben gut und locker umgehen. Meine Empfehlung hier ist, lasst das Team den richtigen Prozess finden, um den Flow zu spüren und um Spaß zu haben.
Tipps zu Präsentationen werden auch in diesem Jahr Thema dieses Blogs sein. Es gibt einfach zu viele schlechte Präsentationen und zu wenige gute Redner. Hier ein lustiges Beispiel, wie wir es alle kennen, aber nicht mehr sehen wollen…
Den ersten Artikel des Jahres widmen wir Niklas Sum, der momentan als Product Owner bei www.betterplace.org tätig ist. Nach seinem Studium der Betriebswissenschaft arbeitete er bis 2009 bei SportScheck in München. Seit Januar 2010 unterstützt er das Produktmanagement bei betterplace.org in Berlin. Privat ist der Umweltschutz eines der zentralen Anliegen von Nicklas, der unter anderem das Projekt www.energie-ohne-zukunft.de auf die Beine gestellt hat. Als Product Owner ist er dort für die Weiterentwicklung der Website zuständig, an der täglich mit einem Scrum Team gearbeitet wird. Niklas beschreibt im Interview, wie sein Tagesgeschäft bei betterplace.org aussieht, welche Herausforderungen auf ihn warten und gibt hilfreiche Tipps, die für die Arbeit in der Rolle als Product Owner hilfreich sind.
Das Schwierigste ist häufig das Setzen von Prioritäten. Auf der einen Seite stehen die Stakeholder mit sehr vielen guten Ideen, auf der anderen Seite ein relativ kleines Entwicklerteam. Hier die richtige Entscheidung zu treffen, was auf die Product Roadmap kommt, in der “Icebox” landet oder auf die ganz lange Bank geschoben wird, ist essentiell. … mehr
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