Mit dem Herz dabei

Durch Zufall bin ich vor einiger Zeit, bei einem Gespräch mit einem Entwickler aus einem meiner aktuellen Scrum Teams, darauf aufmerksam geworden, dass er freizeitlich Herz Meditationen praktiziert. Tja, so wie Sie jetzt wahrscheinlich gucken, habe ich sicherlich auch ausgeschaut – aber es macht Spaß, das Innere Lachen zu praktizieren.

 

Aus dem Gespräch ergab sich die Idee, einmal pro Woche eine Herz Meditation für die Mitglieder des Teams anzubieten. Nun sitzen wir seit einiger Zeit einmal wöchentlich am Morgen in einer kleinen Runde und meditieren gemeinsam. Selbstverständlich ist die Teilnahme freiwillig. Praktisch läuft diese fünfzehnminütige Session nach folgendem Schema ab:

  • Alle setzen sich aufrecht und bequem hin und schließen die Augen
  • Dabei ist die Atmung ruhig und entspannt
  • Durch Anweisung geht man den Körper von oben nach unten durch, um die Körperpartien zu entspannen
  • Man ist aufgefordert sein innerstes Zentrum zu spüren
  • Danach lacht man diesem innersten Zentrum selber zu, jeder für sich
  • Dann können die Augen wieder langsam geöffnet werden und
  • der Arbeitstag kann beginnen

Auch ich kann meine Vorurteile gegen esoterische Methoden nicht verschweigen, wollte mich aber einfach mal überraschen lassen. Nicht nur das ich es ganz angenehm empfinde, diese Zeit gezielt einzusetzen, um vor dem anstehenden Arbeitstag noch einmal zu entspannen, viel wichtiger finde ich, dass wir es als Gemeinschaft – als Scrum Team – tun.

Es schweißt zusammen, da man zuerst eine Hemmschwelle überwinden muss, weil man zusammen lacht, Zeit miteinander verbringt und sich austauscht.

Autor: Robert Wiechmann

Robert Wiechmann arbeitet als Agiler Projektmanager vorrangig in der Rolle als Scrum Master und Kanban Coach. Zu seiner Leidenschaft zählen die Arbeit mit Menschen, insbesondere der Aufbau von produktiven Agilen Teams und die praktische Anwendung von Agilen Softwareentwicklungsmethoden. Zusammen mit Sven Röpstorff verfasste er das Buch Scrum in der Praxis.

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