Konsens schaffen mit einer Hand

12.12.2009

Häufig fällt es in einer Gruppe schwer, zu einer einstimmigen Meinung zu kommen. Ein nützliches Werkzeug, um eine Entscheidung herbeizuführen, ist die Fist to Five Methode.

Die Technik wird folgendermaßen angewandt: Der Moderator, Projektmanager, Teamleader (…) formuliert eine Entscheidung die getroffen werden soll. Jede Person aus der Runde zeigt dabei seine Zustimmung, Enthaltung oder Ablehnung durch das Zeigen seiner Faust oder Finger.

Die Faust bedeutet dabei, dass noch ausführlicher über den Vorschlag gesprochen werden sollte und noch kein Konsens hergestellt werden kann. 1 Finger zu zeigen heißt, dass noch bestimmte Probleme besprochen werden müssen und Änderungen vorgeschlagen werden, die zu einer Annährung führen. 2 Finger bedeutet, dass der Vorschlag gut ist, aber kleinere Probleme noch diskutiert werden müssen. 3 Finger drücken aus, dass es eine gute Entscheidung darstellt und der Vorschlag ohne weitere Diskussionen akzeptiert wird. 4 Finger bestätigen die Entscheidung und zeigen an, dass man bereit ist dafür zu arbeiten. 5 Finger gehen noch einen Schritt weiter und bekunden die Mithilfe bei der Umsetzung.

Hält jemand weniger als drei Finger in die Höhe, sollte immer die Gelegenheit gegeben werden, die Meinung zu äußern. Wenn alle im Raum mit mindestens 3 Fingern zustimmen, ist der Konsens hergestellt.

Autor: Robert Wiechmann

Robert Wiechmann arbeitet als Agiler Projektmanager vorrangig in der Rolle als Scrum Master und Kanban Coach. Zu seiner Leidenschaft zählen die Arbeit mit Menschen, insbesondere der Aufbau von produktiven Agilen Teams und die praktische Anwendung von Agilen Softwareentwicklungsmethoden. Zusammen mit Sven Röpstorff verfasste er das Buch Scrum in der Praxis.

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