7 interessante Antworten von Susanne Reppin

In der heutigen Ausgabe der Interviewreihe versüßt uns Susanne Reppin (48) die Fragen mit ihren Antworten.

Susanne ist eine ganz Süße, da sie neben ihrer zwanzigjährigen Erfahrung als Projetkmanagerin, eine weitere Leidenschaft pflegt – die Schokolade. Mit ihrem Mann betreibt sie seit einigen Jahren das Kakao Kontor Hamburg, wo sie auch lebt. Nach dem Studium der Mathematik unterstützte sie viele Unternehmen als Projektmanagerin im In- und Ausland. Eine langjährige Station war beispielsweise die Pixelpark AG in Berlin. Aktuell ist sie nicht nur als Projektmanagerin und Agiler Coach bei der XING AG gefragt, sondern auch bei Vorträgen auf Konferenzen oder als Autorin von Fachartikeln.

Momentan arbeitet sie mit weiteren Autoren an einem Buch über agile Methoden. Mehr über ihre Motivation, Erlebnisse und Inspiration erfahren Sie hier.

1. Was motiviert dich in dem was du tust?

Die Liebe zu Menschen und zu den Teams die sie bilden. Agile Softwareentwicklung erfüllt Vieles was ich mir für Teams wünsche, ganz selbstverständlich, wie wundervoll.

2. Wie versuchst du, dich ständig weiterzuentwickeln?

Austausch mit anderen Agile Coaches, Projektmanagern, Teams, Leuten aus anderen Unternehmen… kurz gesagt das Stichwort ist „networking“.

3. Aus welchem deiner Fehler oder schwierigen Projektsituationen hast du am meisten gelernt?

Puhhh, das ist schon ein Weilchen her. Die Situation war Folgende: Ich hatte einen neuen Job und übernahm ein bestehendes Projektteam 2 Wochen vor Launchtermin. Bisher war kein Projektmanager eingesetzt und Designer sowie Entwickler wussten nichts voneinander. Natürlich herrschte zuerst ein völliges Chaos, auch bezüglich des riesengroßen Haufens an noch unerledigter und unbedachter Arbeit. Zudem ging es um ein hohes Budget mit einer Konventionalstrafe im Vertrag.

Ich versuchte an alles zu denken und die Teammitglieder zusammen zu bringen, was in der kurzen Zeit und in der Situation sehr schwer war. Ein Entwickler sagte sehr zuversichtlich zu mir „Ich glaube wir kriegen das hin. Lass uns mal machen.“ Ich vertraute und es ging gut. Das heißt nicht, dass ich untätig war, sondern den Riesenhaufen in größere Einheiten packen konnte, weil sich die Teammitglieder mit verantwortlich gefühlt haben. Das prägte mich extrem: Vertrauen haben ist ein Erfolgsfaktor! Ich nenne das in manchen Situation auch „Weiße Schafe Denken“.

4. Hast du eine Lieblingssoftware, um deine tägliche Arbeit zu erledigen, zu vereinfachen oder zu organisieren?

Echt antiquarisch mein Palm. Aber vielleicht wird es ja zukünftig das iPad.

5. Welchen Tipp gibst du angehenden ProjekmanagerInnen mit auf den Weg?

Magst Du Menschen wirklich? Findest du Menschen spannend? Heißt die Antwort “ja”, kann daraus ein faszinierender Projektmanager werden.

6. Welche fachspezifischen Blogs oder Websites liest du regelmäßig bzw. empfiehlst du?

Alles was mir in die Finger kommt in den XING Gruppen, Twitter und meinem Netzwerk.

7. Welches Buch liest du gerade oder empfiehlst du als Pflichtlektüre?

  • Geschichten vom Scrum von Holger Koschek

Autor: Robert Wiechmann

Robert Wiechmann arbeitet als Agiler Projektmanager vorrangig in der Rolle als Scrum Master und Kanban Coach. Zu seiner Leidenschaft zählen die Arbeit mit Menschen, insbesondere der Aufbau von produktiven Agilen Teams und die praktische Anwendung von Agilen Softwareentwicklungsmethoden. Zusammen mit Sven Röpstorff verfasste er das Buch Scrum in der Praxis.

Kommentare sind deaktiviert.