Agile Projekte mit Scrum, XP und Kanban

30.10.2011

Vor einigen Tagen ist das Buch “Agile Projekte mit Scrum, XP, Kanban im Unternehmen durchführen: Erfahrungsberichte aus der Praxis” bei mir in der Post gelandet. Ich habe mich schon darauf gefreut, da ich die Texte für Susanne und Sven vorab lesen und reviewen durfte. Henning Wolf, bekannt durch viele Veröffentlichungen zum Thema Agile Softwareentwicklung, hat sich 13 Fachleute zusammengesucht und diese Erfahrungsberichte im Buch gebündelt wiedergegeben. Eine schöne Idee.

Ich habe bis dato einige Erfahrungsberichte gelesen und finde vieles durch den starken Praxisbezug sehr interessant. Besonders gefallen mir die unterschiedliche Herangehensweisen bei der Umsetzung und die Blickwinkel der Autoren, Lernkurven sowie Lösungsansätze. Im Buch kann man sich zu folgenden Schwerpunkten informieren:

  • Scrum-Einführung in einem klassischen Organisationsumfeld
  • Kanban für Serviceteams
  • Agilität in einem Großunternehmen
  • Vom Micromanagement zu Scrum
  • Agilität unter Festpreisbedingungen
  • Kanban für Systemadministratoren
  • Agilität bei der Unternehmensgründung
  • Agile Werte und Transparenz bei Veränderungsprojekten
  • Kanban in Vertrieb und Verwaltung

Sehr gut finde ich die Idee, nach jedem Kapitel eine Auflistung der agilen Werte als Zusammenfassung zu liefern. Es werden hier Aspekte des Projekts anhand einer Skala eingestuft und zusammenfassende Eräuterungen des jeweiligen Autors vorgenommen.

Für alle diejenigen, die etwas über die Praxis agiler Projekte erfahren möchten, die bereits Vorkenntnisse haben und die oben genannten Themenschwerpunkte interessant finden, sollten nicht zögern einen Blick in das Buch zu werfen. “Agile Projekte mit Scrum, XP und Kanban” gibt es ab morgen im Buchhandel zu erwerben.

Update zur Verlosung des Buches “Agile Projekte mit Scrum, XP und Kanban”.

Der Gewinner ist in einem komplizierten und kostenintensiven Losverfahren (Danke Björn) ermittelt worden und kann sich schon bald über das Buch freuen. Herzlichen Glückwunsch! Vielen Dank an die Teilnehmer, deren Vorschläge ich mir zu Herzen nehmen werde. 

 

Autor: Robert Wiechmann

Robert Wiechmann arbeitet als Agiler Projektmanager vorrangig in der Rolle als Scrum Master und Kanban Coach. Zu seiner Leidenschaft zählen die Arbeit mit Menschen, insbesondere der Aufbau von produktiven Agilen Teams und die praktische Anwendung von Agilen Softwareentwicklungsmethoden. Zusammen mit Sven Röpstorff verfasste er das Buch Scrum in der Praxis.

5 Kommentare

  1. Hallo Robert,
    ich persönlich interessiere mich sehr für die Vereinbarkeit bzw. Koexistenz eines klassischen Wallboards (SCRUM oder Kanban) mit denen einschlägiger Softwarelösungen (z.B. Greenhopper und JIRA). Ich würde mich freuen etwas zu diesem Thema zu lesen.

  2. Das schwierigste aus meiner Sicht ist das Handling des Product Backlogs mit Bugfixing/QA.
    Gerade in Projekten die etwas Krisengeschüttelt sind und Bugs sehr kurzfristig umgesetzt werden müssen.

    Das andere THema ist die Sensbibilisierung für das Abschätzen der Tickets in einer SW Umgebung, wo die Entwickler selbst noch unerfahren sind.

    Gruß,
    Damian

  3. Bzgl. Bugfixing und QA-Aufgaben kann ich mich Damian anschließen. Hier einen gesunden Mittelweg zu finden, ist nicht einfach.

    Ein weiteres spannendes Thema ist die Koordination mehrer Teams in großen, bzw. verteilten Projekten. Hier kann es schnell passieren, dass Informationen verloren gehen oder das Rad zweimal erfunden wird.

    Schönen Gruß

    Mario

  4. Auch für mich ist der Umgang mit Wartungsaufgsaben/Bugfixes ein zentrales Thema. Denn gerade wenn man agil vorgeht und schnell released kommen unweigerlich auch schnell Wartungsaufwände auf das Team zu, die schon mal das Sprintziel gefährden können.
    Ein weiteres Problem stellen für mich Product Owner dar, die nicht voll empowered sind, da Scrum zwar als “Helfer in der Not” im Unternehmen eingeführt wird, aber dann nicht im oberen Management gelebt wird.
    Zusätzlich vielleicht noch Scrum in Migrationsprojekten. Hier ist es nicht unbedingt immer möglich, Features priorisiert nach dem Business Value zu entwickeln. Gewisse Features mit einem vermeintlich niedrigen Wert (wenn nicht sogar alle) müssen aber ins neue Produkt übernommen werden, um die Altkunden nicht zu verprellen. Kommt dann noch ein fixer Endtermin dazu fällt es allen Beteiligten schwer, irgendwo “den Strich zu ziehen”.

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