24. Juni 2011
von Robert Wiechmann
3 Kommentare

Präsentationen für das Management sind anders

Ich habe vor kurzem eine Management-Präsentation zu Gesicht bekommen, die noch einmal in einem anderen Rahmen wiederholt wurde . Diese war, wie so häufig, mit Zahlen, Charts, Analysen und geschriebenem Wort überfüllt. Sie kennen das sicherlich. Natürlich bestimmten die Informationen auf den Folien den Redefluss. Obwohl man von “Fluss” nicht sprechen kann, da man sich an einzelnen Zahlen in Tabellen, Verläufen in Graphen oder Bullet-Point-Ansammlungen festhielt, hinterfragte und zu verstehen versuchte. Ich konnte mir während der Präsentation eine flapsige Bemerkung zur Gestaltung der Folien nicht verkneifen. Als Antwort darauf bekam ich zu hören “das ist eine Management-Präsentation, die sind anders”. Aber, ist das wirklich so?

Gerade bei Top-Entscheidern ist es doch wichtig, nutzen- und faktenorientiert zu präsentieren. Dazu sollten die relevanten Punkte schnell herausgearbeitet werden, um als Entscheidungsgrundlage dienen zu können. Die Inhalte sollten sachlich gehalten und die Emotionalität zurückgeschraubt werden. Dies bedeutet doch nicht, dass alle Grundsätze guter Präsentationen außer Acht gelassen werden können. Der Präsentationsersteller ist doch meistens vertraut mit dem Thema und benötigt die vielen teilweise überflüssigen Informationen gar nicht und wenn, dann ist er eben nicht gut vorbereitet oder will sich sogar dahinter verstecken. Wenn er gut vorbereitet ist, dann hat er ein entsprechendes Handout mit unterstützenden Informationen erstellt und vorab verteilt. Ansonsten widmet er sich ganz seiner Kernbotschaft und der überzeugenden Darbietung der Fakten.

Hier einige Hinweise für die adäquate Aufbereitung von Präsentationen:

STEAL THIS PRESENTATION!

View more presentations from @JESSEDEE

22. Juni 2011
von Robert Wiechmann
Kommentare deaktiviert

Most Valuable Player

Vor kurzem fand die amerikanische Basketball-Liga in einem packenden Play-off-Finale der Dallas Mavericks gegen die Miami Heat ihr Ende. Hervorzuheben ist ein Spieler, der über Jahre bemerkenswerte Leistungen in der NBA erzielt und als “German Wunderkind” oder “Dunking Deutschman” bekannt ist. Dirk Nowitzki rückt in der Reihe berühmter Persönlichkeiten wie Franz Beckenbauer, Steffi Graf oder Michael Schumacher einige Plätze nach vorne. Sie interessieren sich nicht für Basketball? Nun, ich muss zugeben, ich auch nicht. Gestatten sie mir jedoch einen kleinen Ausflug in die Welt des Sports und die folgende Analogie.

Das Spiel war für Dirk Nowitzki an diesem großen Finaltag sehr durchwachsen, wie die FAZ anschließend berichtete:

„Nowitzki ist für keine Sekunde in Deckung gegangen. Er hat einfach weitergemacht. Das allein ist noch kein Beleg für seine Extraklasse und kein Pluspunkt gewesen für die Wahl zum besten Spieler der Play-off-Runde. Man kann auch grandios scheitern. Nowitzki aber beeindruckte mit der Art, wie er sich dem Verlust seiner Präzision stellte, wie er einen kleinen Misserfolg nach dem anderen wegsteckte. Er ist ohne Lamentieren ausgekommen, ohne Gesten oder Versuche, Nebenkriegsschauplätze zu eröffnen, ohne Diskussionen mit Schiedsrichtern. Er hat nichts versucht, um von seinem Defizit abzulenken. Er hat sich damit auseinandergesetzt und so wieder die Balance gefunden. (….) Am Sonntag hat es 36 Spielminuten gedauert, bis Nowitzki vor Augen führte, was einen sehr guten Spieler von einem Champion unterscheidet: der Kopf.” [Frankfurter Allgemeine Zeitung via nba.de]

Weiterlesen →

20. Juni 2011
von Sven Röpstorff
2 Kommentare

Der agile Schnuller

Letzten Freitag habe ich eine Situation erlebt, die bei mir interessante Gedankengänge ausgelöst hat und die ich Euch nicht vorenthalten möchte.

Wenn ich morgens zur Arbeit fahre, muss ich zunächst mit dem Fahrrad, dem Auto oder dem Bus zum Bahnhof fahren, um dort den Zug nach Hamburg zu nehmen. An diesem Wochenende wollte ich zum Agile Coach Camp Germany 2011. Da ich am Freitagvormittag noch arbeiten musste, wollte ich an diesem Tag also den Bus zum Bahnhof nehmen.

Die Bushaltestelle ist ungefähr 400m von meinem Haus entfernt und ich kann sie beinahe sehen, wenn ich das Haus verlasse. Ich war sehr erstaunt, dass ich einen Bus vorbeifahren sah, kaum dass ich aus dem Haus kam, denn der Bus sollte erst in zwei Minuten kommen. In der Hoffnung, dass es sich um den verspäteten Schulbus handelte, bin ich also schnell zur Haltestelle gegangen, um dort festzustellen, dass es in der Tat mein Bus war, der zwei Minuten zu früh gefahren ist. Ich war ziemlich sauer, formulierte im Kopf schon das Beschwerdeschreiben, das ich an die Busgesellschaft schicken wollte und wühlte in meiner Hosentasche nach meinem Handy, um mir die genaue Zeit zu merken. Dabei fand ich einen Schnuller meiner zweieinhalbjährigen Tochter und bei dem Gedanken an sie verdampfte mein Ärger plötzlich im Nichts. Weiterlesen →

10. Juni 2011
von Katja Roth
Kommentare deaktiviert

Chaos im Projekt – Gibt es einen Ausweg?

Viele Softwareprojekte laufen in einer Art „Emergency Mode“. Das Projektteam ist kontinuierlich damit beschäftigt Feuer zu löschen. Immer neue Glutnester entstehen, die umgehend beseitigt werden müssen. Scheitert heute ein Deployment, fehlen morgen wichtige Konfigurationsinformationen der Testumgebung, weil niemand dazu gekommen ist die notwendigen Daten zusammen zu tragen. Das Projekt steckt in einem Teufelskreis, in dem keine Zeit zum Lernen bleibt und ein normaler Arbeitsmodus unmöglich ist, weil Hektik den Arbeitsalltag dominiert. Die Scrum-Meetings werden zwar durchgeführt, allerdings verkommen die Retrospektiven zu Alibi-Veranstaltungen, weil die Muße für den Rückblick auf den letzten Sprint fehlt und ebenso wenig Ruhe zur Ableitung und Umsetzung von Verbesserungsmaßnahmen gegeben ist. Der Teufelskreis der Projekt-Hektik muss also durchbrochen werden, aber wie?

Weiterlesen →

29. Mai 2011
von Robert Wiechmann
1 Kommentar

Agile Schätzung & Planung

Am vergangen Montag haben meine Kollegin Melanie König und ich einen Vortrag zum Thema Planen und Schätzen in Leipzig gehalten. Im Rahmen der User Group “Agile Methoden in der Softwareentwicklung” der Softwareforen Leipzig, haben wir über die Planungswerkzeuge und Schätztechnicken gesprochen, die wir derzeit in unseren Scrum- und Kanban-Teams verwenden.

Nach einer interessanten und hilfreichen Einführung, durch unsere Vorredner Uwe Friedrichsen und Mirko Novakovic (www.codecentric.de), in das Thema Planung und Schätzung, welche mit vielen praktischen Beispielen aus dem Leben eines IT-Hauses gespickt war, berichteten wir im Anschluss über unsere Erfahrungen bei XING und ergänzten die Ausführungen mit einem Blick hinter die Kulissen. Im praktischen Teil des Vortrags erhielten die Teilnehmer einen Eindruck darüber, wie das Team Estimation Game bei der relativen Schätzung eines Product Backlogs helfen kann.

22. Mai 2011
von Robert Wiechmann
Kommentare deaktiviert

Begründer des Agilen Manifests

Das Agile Manifest, ist ein im Jahre 2001 getroffener Konsens, von siebzehn unabhängigen Praktikern aus verschiedenen Softwareentwicklungsrichtungen. Auch heute noch treiben die Inventoren das Thema Agilität weiter in ihren Büchern, Blogbeiträgen, Unternehmen, Organisationen oder Konferenzen voran.

18. Mai 2011
von Robert Wiechmann
2 Kommentare

Versage!

Nick Smith macht in einer sehr schlichten, jedoch inspirierenden Präsentation deutlich, dass zum Leben auch das Versagen gehört. Ich habe auch schon einiges ausprobiert und bin häufig gescheitert. Aufgegeben oder den Kopf in den Sand gesteckt habe ich jedoch nie. Vielmehr die Erfahrungen genutzt, um mit ihnen zu wachsen. Vielleicht gefällt mir die Präsentation deshalb so gut.

Es gilt also: Etwas zu propieren & zu versagen! Oder eben nicht. :-)

Fail

View more presentations from Nick Smith

16. Mai 2011
von Robert Wiechmann
Kommentare deaktiviert

Seacon 2011 – der Norden rockt

Schon im letzen Jahr konnte mich von der Seacon, die fachlich und inhaltlich hochqualitativ ist und gegenüber anderen Konferenzen mit Abwechslung im Programm überrascht, überzeugen. Auch in diesem Jahr findet die Seacon vom 27.06.- 29.06.2011 unter dem Motto “Software Engineering als Handwerk. Meisterhaft!” statt. Schaut man auf das diesjährige Programm der Seacon, welche im bekannten Hotel Alantic Kempinski Hamburg stattfindet, erkennt man sofort: der Norden rockt.

Es warten viele spannende Vorträge rund um das Thema Softwareentwicklung auf die Besucher. Der Schwerpunkt liegt in diesem Jahr auf Themen wie bspw. Interaktionsdesign und mobile Anwendungen, Design und Test von Softwarearchitekturen, Veränderungsprozesse (Agil und Lean) oder Software Craftsmanship. 3 parallele Tracks, 52 Veranstaltungen und 42 Sprecher sorgen für die Vermittlung von Fachwissen und den Einblick in praxisorientierte Themen. Zudem überrascht die dritte Seacon mit einem “Architekturtag“, der im Anschluss an die beiden Konferenztage stattfindet. Hier stehen Softwarearchitekturthemen im Mittelpunkt, denen in der realen Welt häufig viel zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt wird.

Ich freue mich schon jetzt auf die  Pecha Kucha Vorträge, Open Space Veranstaltungen, den persönlichen Austausch sowie die vielen interessanten Vorträge von bekannten Fachexperten wie Sven Röpstorff, Arne Rook, Henning Wolf, Bernd Oestereich, Ralf Westphal oder Holger Koschek.

Glauben Sie mir, die Teilnahme an der Seacon lohnt sich. Ich werde in diesem Jahr wieder dabei sein und hier im Blog darüber berichten.

Kleiner Tipp: Teilnehmer aus dem Vorjahr erhalten eine Ermäßigung. Zudem gibt es einen Konferenz-Guide mit allen wichtigen Informationen als kostenlose iPhone App.

13. Mai 2011
von Katja Roth
Kommentare deaktiviert

Neulich bei der Deploymentplanung

In meinem Projekt standen wir kürzlich vor der Herausforderung eine neue Deploymentplanung anfertigen zu müssen. Die Planung sollte die 5 Stagingstufen umfassen und alle notwendigen Aktivitäten inklusive Rollback- und Migrationsszenarien enthalten. Als Basis lag uns lediglich eine Excelliste vor, die zwar Deployment-Termine enthielt, aber weder Aktivitäten noch Abhängigkeiten zwischen den Systemen darstellte. Schlimmer noch wog die Tatsache, dass wir unserem Kunden nicht wirklich sagen konnten, in welchen Zeitfenstern ihm die Testumgebung für Abnahmetests zur Verfügung steht. Mit Excel als Planungswerkzeug waren wir also gescheitert.

Als nächstes haben wir es mit einem Gantt-Chart-Tool versucht, was leider genau so wenig funktioniert hat, weil es uns nicht die notwendige Flexibilität während unserer Planungssitzung gegeben hat. Schließlich kann nur eine Person die Tastatur bedienen. Weiterlesen →