Das it-camp in Hamburg lässt mich für einen Tag über meinen Tellerchenrand schauen

05.11.2011

Das it-camp fand vor wenigen Tagen am 28.10.2011 in Hamburg statt. Da mich die Unkonferenz bei den letzten Besuchen immer begeistert hat, war auch dieser Termin eine Pflichtveranstaltung für mich. Bevor ich zum diesjährigen it-camp komme, möchte ich kurz meine Erfahrungen aus den vergangenen Veranstaltungen teilen:

  • Die Themen sind für mich bisher immer interessant und hilfreich gewesen.
  • Die Atmosphäre im überschaubaren Rahmen von Menschen macht intensive Arbeit möglich.
  • Bernd Österreich hat es bisher immer wieder geschafft neue und erprobte Methoden, Vorgehensweisen und Ideen zum „Wie?“ zu kombinieren, so dass ich bezüglich Methodik bei Workshops immer wieder etwas lerne.
  • Die Teilnehmer sind aus einem ähnlichen Holz geschnitzt: haben „agil“ bereits inhaliert, sind sehr offene Köpfe voller Ideen und auch Nöten.

Das Thema auf dem letzten it-camp
Letztes Mal war das Thema „Theorie U – Führen von der Zukunft her“. Klingt spannend und war es auch. Dieses Mal hatte sich Bernd für ein Moderationsteam entschieden. Das Trio (Bernd Oesterreich, Katrin Goecke und Axel Palzer) ergänzten sich wundervoll und waren jeder für sich faszinierend. Hans Wetzer half bei der Vorbereitung und konnte leider nicht dabei sein.

Mein Erleben auf dem letzten it-camp
Zur Vorbereitung habe ich mir den kurzen Film von Bernd Österreich angeschaut und war danach noch mehr gespannt. Ich war also unvorbereitet. Die Einführung, oder sollte ich besser sagen „Einfühlung“ war ungewöhnlich und dadurch perfekt für mich. Geführt wurde von der Theorie, über die Philosophie bis hin zum Fühlen und Erleben. Am Ende galt es das Ziel „die Öffnung des Willens“ zu erreichen. Dazu verhalfen Vorträge, Erzählungen, Beispiele, Übungen sowie ein kleiner Film.

Das Ziel des it-camps war es das „U“ zu durchlaufen und zu erleben. Was das „U“ ausmacht? Vielerlei Aspekte wie bspw. Teams, Gruppen,  Gesellschaft, “das eigene Ich”, Unternehmen oder Organisationen wurden berührt. Je nachdem in welche Kleingruppe man sich begab, konnte man das eine oder andere intensiver erleben. Wenn ich mich also in die Zukunft, in das „weite Feld“ hineinfühle und dabei das Ziel kenne, dann bedeutet „die Öffnung des Willens“, genau das Richtige, für mich Authentische zu tun. Ok, das klingt abgehoben, fremd und bedeutet nichts anderes, als dass unser Handeln und die Ideenfindung aus einer weiteren Sicht heraus entsteht – authentisches Handeln.

Mein Fazit
Die Theorie ist nichts sensationell Neues, sondern eine wissenschaftlich fundierte Vereinigung von bekanntem Wissen zum „U“, welche in dieser Weise sehr interessant ist, praktisch anwendbar und neue Welten eröffnet.

Alle Buchempfehlungen, Bilder, Details und sonstige Verweise zur Vertiefung sind auf der Seite des it-camps zu finden: www.it-camp.de.

Ich werde beim nächsten it-camp wieder dabei sein.

Autor: Susanne Reppin

Susanne Reppin ist derzeit als Scrum Master ber der InnoGames GmbH tätig. Susanne ist eine gefragte Sprecherin auf Konferenzen und Autorin zum Thema Agile Softwareentwicklung mit Scrum oder Kanban und Agiles Unternehmen. Ihr Erkennungszeichen: Agil aus dem Herzen heraus und immer pro Mensch und Unternehmen.

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