Im Januar wurde mein Antrag auf Zertifizierung zum Certified Scrum Practitioner (CSP) durch die Scrum Alliance angenommen. Wie wird man Certified Scrum Practitioner und was bedeutet das eigentlich?
Certified Scrum Practitioner
Wie im nebenstehenden Chart zu sehen ist, bildet die Zertifizierung zum Scrum Master (CSM) oder Product Owner (CSPO) den Auftakt für die Zertifizierungsreihe der SA. Aufbauend auf diese Zertifikate kann man mit dem Scrum Practitioner nachweisen, dass man im letzten Jahr Scrum eingesetzt hat. Danach folgen die Zertifikate zum Scrum Coach (CSC) und Scrum Trainer (CST).
Was muss ich tun, um CSP zu werden?
Die Voraussetzung um den Antrag stellen zu können, ist die Tätigkeit als CSM oder CSPO in einem Scrum Projekt. Das Antragsformular kann auf der Scrum Alliance Website heruntergeladen werden. Es beinhaltet 14 spezifische Fragen zu einem Scrum Projekt, an dem man innerhalb des letzten Jahres aktiv teilgenommen hat und 6 Fragen über Scrum generell. Dieser Antrag wird dann per Email an die Scrum Alliance geschickt. Nach einigen Wochen erhält man die Antwort, bezahlt die Gebühr von $250 und darf für zwei Jahre den Titel tragen.
Und was heißt das jetzt?
Im Grund nicht viel. Die CSM und CSPO Zertifikate sind reine Nachweise eines Trainings. Das CSP Zertifikat ist eine Bescheinigung über das Sammeln von praktischen Erfahrungen in einem Scrum Projekt. Es sagt demnach nicht wirklich etwas über die Qualität, den Wissensstand und das Können des Halters aus. Der CSP Titel befähigt den Inhaber nach einigen weiteren Jahren an Erfahrungen im agilen Umfeld, inkl. bestimmter Voraussetzungen, sich den Titel des Scrum Coaches oder Scrum Trainers zu erarbeiten.
Mike Cottmeyer hat vor einigen Tagen die Sinnhaftigkeit der Zertifizierung der Scrum Alliance angezweifelt und eine nicht ganz uninteressante Diskussion angestoßen.
Nichtsdestotrotz bin ich froh über das Geschaffte und werde auf jeden Fall weitermachen. Weiter Lesen, weiter Schreiben und weiter Erfahrungen sammeln.
